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Zanox hat nichts verstanden

Ich hatte mich ja in einem Beitrag zur Affiliatebrache geäußert und Wege und Ideen genannt was notwendige Veränderungen angeht. In diesen Tagen kommt ein Affiliate-Netzwerk daher und zeigt mit seiner Kurzsichtigkeit das berühmte „Gier frisst Hirn“ Modell. In diesem Fall handelt es sich um Zanox. Nach den Entlassungen will man nun Wege finden den Ertrag möglichst nach oben zu treiben und wenn nichts anderes geht, dann müssen es halt Knebelverträge sein. Ich bin beinahe schockiert über die Mischung aus Unverschämtheit und Unfähigkeit, die aus den neuen AGBs für Publisher herausgelesen werden können.

Mir geht es dabei vor allem um die Klausel, die komplett nach Knebelung klingt. Darin heißt es:

Der Publisher verpflichtet sich, während der Laufzeit dieses Vertrages sowie für weitere sechs (6) Monate nach dessen Beendigung weder direkt noch indirekt über ein anderes Netzwerk oder einen anderen Dienstleister unter Umgehung von ZANOX mit einem Advertiser, mit dem der Publisher über das ZANOX Netzwerk kooperiert hat oder der von ZANOX für eine Kooperation vorgeschlagen wurde, zu kooperieren oder darauf gerichtete Verhandlungen zu führen, wenn die jeweilige Kooperation auch über das ZANOX Netzwerk möglich wäreAus den AGBs

Ich weiß gar nicht wo ich hier anfangen soll. Zanox kann also beispielsweise miserablen Service haben, aber ich wäre als Publisher dennoch daran gebunden mindestens noch sechs Monat mit einem Advertiser bei ihnen zu bleiben, da ich sonst eine Strafe riskieren würde? Einen Beigeschmack von Betrug hat die Tatsache, dass Zanox neue Programme hinzufügen kann und man eigentlich sogar unwissend in die Falle tappen könnte, da man nicht überprüft hat ob das Programm bei Zanox vorhanden ist. Richtig, denn Zanox würde es ja dann anbieten und man würde eventuell mit jemand anderem reden.

Als Konsequenz würde der Publisher eine sofortige Kündigung erhalten und eine Vertragsstrafe oben drauf.

Willkür und Taschenspielertricks

Genau das ist dieser Absatz in den AGBs. Hier soll der Publisher mit aller Macht an Zanox gebunden werden, unabhängig von seiner Zufriedenheit, seinem Geschäftsmodell oder sonstigen Bedingungen. Sechs Monate sind dabei weise gewählt, schließlich ist es genau der Zeitraum, in dem es dann für die Publisher kritisch wird falls sie wirklich wechseln wollen.

Auf der anderen Seite werden einem im Grunde genommen Programme untergejubelt, indem Zanox einfach das gesamte Sortiment einfügt, unwichtig ob man sich jemand für ein Programm beworben hat.

Der schlimmste Weg

Ich redete bei meinem letzten Beitrag von besserem Service und besserer Ausbildung der Affiliate Manager und auch von einer Professionalisierung der Branche. Was Zanox hier der Branche antut grenzt an Rufschädigung und bringt sie beinahe in eine Kategorie mit Abofallen. Hier zeigt sich ganz schnell wer Eigentümer ist. Man möchte die marktbeherrschende Position ausnutzen und die Konkurrenz mit der Brechstange schwächen, so wie auch im Verhältnis mit dem Publisher alle Macht an sich reißen.

Die einzige richtige Antwort ist: andere Mütter haben auch schöne Töchter, wobei man hier sehr deutlich sieht, dass es auf die inneren Werte ankommt.

Mein übliches Beispiel

Wie immer, so auch hier ein Beispiel aus der schönen verdorbenen Glücksspielwelt. Dort hatte der Branchenriese Bwin mal angefangen mit seinen Terms and Conditions zu spielen und sie den Affiliates aufzuzwingen. Natürlich immer im Einklang mit immer schlechter werdendem Service. Inzwischen sind sie bei den Affiliates kaum existent und gelten als DAS Negativbeispiel.

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